Die 10 besten Campingplätze in Polen
Polen ist eines der großen Camping-Geheimnisse Europas. Das Land bietet für wenig Geld außergewöhnliche Landschaften: die Tatra im Süden mit Gipfeln über 2.500 m, die masurische Seenplatte mit 2.000 Seen, die Ostseepommersche Küste mit langen Sanddünen, die Bialowieza-Urwälder und die Karpatenvorberge. Polnische Campingplätze werden nach dem PTTK- System klassifiziert (Klasse I bis III); viele private Betriebe entsprechen inzwischen westeuropäischem Standard. Preise für ausländische Besucher erscheinen fast unglaublich günstig.
1. Camping Zakopane, Zakopane, Tatra-Gebirge
Zakopane ist Polens bekanntester Bergort und Eingang zum polnischen Tatra-Nationalpark. Die Campingplätze rund um Zakopane bieten Ausgangspunkte für Wanderungen auf Rysy (2.503 m, höchster Gipfel Polens), Morskie Oko und Kasprowy Wierch. Holzhäuschen im Góral-Stil, Oscypek-Käse am Markt und polnische Bergstimmung.
2. Camping Mazury, Giżycko, Masuren
Giżycko liegt am Niegocin-See im Herz der masurischen Seenplatte. Das Segelrevier Masuren gilt als das größte Binnenseegelgebiet Europas; Camping am Seeufer mit Bootsanleger, Kanuverleih und direktem Zugang zu den Masurischen Kanälen. Wald-Seenland-Atmosphäre, Elche im Wald.
3. Camping Hel, Hel-Halbinsel, Pommern
Die Hel-Halbinsel ist ein schmaler Sandstreifen, der 35 km in die Ostsee ragt. Strand auf beiden Seiten, konstante Windverhältnisse für Kitesurfer und Windsurfer, Kegelrobben am Strand. Die Nationalpark-Kegelrobben- Aufzuchtstation ist öffentlich zugänglich.
4. Camping Pieniny, Szczawnica, Pieniny-Nationalpark
Im Pieniny-Nationalpark — kleiner als die Tatra, aber sehr romantisch — liegt Camping Szczawnica über dem Dunajec-Tal. Floßfahrten durch die Dunajec-Schluchten sind Pflicht; Gondoliere in traditioneller Tracht staken auf Holzflößen durch die Kalksteinschlucht.
5. Camping Stilo, Leba, Pommern
An den wandernden Sanddünen des Leba-Nationalparks liegt Stilo nahe dem spektakulärsten Dünengebiet Mitteleuropas. Die Łeba-Dünen wandern 10 m pro Jahr in Richtung Wald; das Dünensystem hat Wälder begraben und gibt sie langsam wieder frei — ein geologisches Spektakel.
6. Camping Białowieża, Białowieża, Urwald
Im UNESCO-Weltnaturerbe Białowieża — dem letzten Primärwald Europas und Heimat frei lebender Wisente — liegt dieser Nationalpark-Campingplatz. Geführte Wildtiersafaris ab Dorf sind Pflicht; der Urwald ist nur mit Guide begehbar. Wisente, Luchse, Wölfe und über 250 Vogelarten.
7. Camping Krupówki, Nowy Targ, Tatra-Vorland
Als Alternative zu Zakopane bietet Nowy Targ einen weniger überlaufenen Ausgangspunkt ins Tatra-Umfeld. Wochenmärkte mit Bauernprodukten, direkter Zugang zum Gorce-Nationalpark und zur Tatry-Gebirgsroute.
8. Camping Rowy, Rowy, Pommern
Rowy ist ein kleines Fischerdorf an der pommerischen Küste mit breitem Sandstrand, ruhiger Atmosphäre und dem Slowinski-Nationalpark in unmittelbarer Nähe. Camping direkt hinter dem Dünenstreifen; Ostsee- Bernstein-Sammeln am frühen Morgen nach Sturm.
9. Camping Jurajski, Ogrodzieniec, Krakau-Tschenstochauer Hochland
Im Hochland der Jurassischen Kalksteinfelsen — Polens "kleines Toskana" — liegt Camping Ogrodzieniec unterhalb der Burgruine Ogrodzieniec. Klettersteige an Kalksteinfelsen, mittelalterliche Burgen auf Felskuppen, Radwanderwege durch eine Landschaft, die wenige kennen.
10. Camping Tatry, Chochołów, Tatra-Vorland
Im Dorf Chochołów — berühmt für seine original erhaltenen Holzhäuser aus dem 19. Jahrhundert — liegt dieser ruhige Bergplatz als Alternative zum Trubel Zakopaes. Direkte Skigebietsanbindung Chochołów im Winter; im Sommer Wanderungen auf die Orawa-Bergkuppen.
Polnische Campingkultur
Polnische Campingplätze sind im Sommer gut besucht von polnischen Familien; internationales Publikum ist willkommen aber seltener. Englischkenntnisse variieren. ACSI CampingCard wird auf einigen Plätzen akzeptiert. Wildcampen ist außerhalb von Nationalparks in Staatsforsten geduldet, aber nicht offiziell erlaubt.